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  • © Léon Gross

Zusammen am Wasser

Citizen Science in Zürcher Quartieren

Kontext

Wasser prägt den Alltag in Zürich. Flüsse, Seen und Bäche sind Orte der Erholung, der Bewegung und der Begegnung. Gleichzeitig gewinnen sie im Zusammenhang mit Klimawandel, Hitze, Trockenheit und Hochwasser zunehmend an Bedeutung. Dennoch erleben und nutzen Menschen urbane Gewässer auf sehr unterschiedliche Weise; abhängig von ihrem Alltag, ihrem Wohnort und ihren persönlichen Erfahrungen.

Viele dieser Perspektiven und das lokale Wissen über Wasser bleiben bislang weitgehend unsichtbar. Gleichzeitig gibt es nur wenige Gelegenheiten für Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten, ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über die Bedeutung von Wasser in der Stadt nachzudenken. «Zusammen am Wasser» greift diese Fragen auf und schafft Räume, in denen Menschen ihre Beziehungen zu urbanem Wasser erkunden und gemeinsam erforschen, welche Rolle Wasser für ein gutes Leben in Zürcher Quartieren spielt.

Über das Projekt

Das Projekt untersucht, wie Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten in Zürcher Quartieren urbane Gewässer wahrnehmen, nutzen und erinnern. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entsteht neues Wissen über die soziale, kulturelle und ökologische Bedeutung von Wasser im städtischen Alltag. Die Teilnehmenden wirken als Citizen Scientists aktiv am gesamten Forschungsprozess mit. Sie entwickeln gemeinsam Forschungsfragen, führen Interviews im öffentlichen Raum durch, werten die Ergebnisse aus und entscheiden mit, wie diese öffentlich sichtbar gemacht werden.

Das Projekt verbindet wissenschaftliche Forschung, künstlerische Praxis und soziale Begegnung. Es stärkt den Austausch zwischen Bewohner*innen, eröffnet neue Perspektiven auf urbane Gewässer und entwickelt ein partizipatives Forschungsformat, das auch in anderen Quartieren und Städten eingesetzt werden kann.

Projektphasen

  • Vorbereitung und Co-Design (Sommer - Winter 2026)
    Gemeinsam mit Zürcher Gemeinschaftszentren werden Kooperationen aufgebaut, die Workshopreihe entwickelt und Teilnehmende gewonnen.
  • Workshopreihe (Frühling - Sommer 2027)
    In sieben bis acht aufeinander aufbauenden Workshops tauschen die Teilnehmenden persönliche Erfahrungen mit Wasser aus, erkunden Gewässer im Quartier, entwickeln Forschungsfragen, lernen Interviewmethoden kennen und führen Interviews im öffentlichen Raum durch. Die gesammelten Erfahrungen und Interviews werden gemeinsam ausgewertet. Daraus entstehen kreative Formate wie Texte, Audioarbeiten, visuelle Beiträge oder performative Arbeiten.
  • Öffentliche Präsentation und Weiterentwicklung (Herbst 2027)
    Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert und dokumentiert. Gleichzeitig entsteht ein übertragbares Methodenkonzept für partizipative Forschung zu urbanen Gewässern.

Am Projekt teilnehmen

Mitmachen können Bewohner*innen verschiedener Zürcher Quartiere. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; gefragt sind Neugier, Interesse an Wasser und Freude am Austausch mit anderen Menschen. Die erste Workshopreihe findet im Frühling/Sommer 2027 am GZ Heuried statt. Die Anmeldung dazu wird über das GZ möglich sein.

Die Teilnehmenden begleiten den gesamten Forschungsprozess. Sie entwickeln gemeinsam Forschungsfragen, lernen qualitative Interviewmethoden kennen, führen Interviews im öffentlichen Raum durch, werten die Ergebnisse gemeinsam aus und gestalten die öffentliche Präsentation der Erkenntnisse mit. Ihre Erfahrungen, ihr lokales Wissen und ihre Perspektiven sind ein zentraler Bestandteil des Projekts. Sie helfen dabei, Aspekte des städtischen Wassers sichtbar zu machen, die in der Forschung bislang kaum berücksichtigt werden. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten, lernen Menschen aus ihrem Quartier kennen und tragen dazu bei, neues Wissen über Wasser in Zürich zu schaffen. Die Ergebnisse werden in öffentlichen Veranstaltungen sowie in kreativen Formaten präsentiert und bilden zudem die Grundlage für ein übertragbares Konzept partizipativer Wasserforschung.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Dr. Nikolaus Heinzer
ISEK – Populäre Kulturen
Universität Zürich
nikolaus.heinzer@uzh.ch

Maria Lorenzo Souto
Künstlerische Prozessbegleitung und Gestaltung relationaler Räume maria.lorenzo.souto@gmail.com

Léon Gross
Ecological Art, Curatorial Practice and Urban Design
www.buerogross.de / www.symbiotic-lab.com
hello@buerogross.de

ISEK – Populäre Kulturen, Universität Zürich

Zürcher Gemeinschaftszentren

Institute for Contemporary Art Research, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)