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Sharing the sun with your neighbours

Kontext

Das Schweizer Recht ermöglicht es Haushalten zunehmend, lokal erzeugten Solarstrom mit ihren Nachbarn zu teilen: ab 2025 über virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEVs) und ab 2026 über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEGs). Die Idee dahinter ist, dass diese Modelle einen echten lokalen Energieaustausch fördern: Die Mitglieder verlagern ihren Verbrauch auf die Stunden, in denen die Sonne scheint, und die Gemeinschaften investieren in Solaranlagen, Batterien und flexible Haushaltsgeräte. Ob die heutigen Umsetzungen diese Effekte tatsächlich bewirken, ist eine offene Frage. Werden Energiegemeinschaften lediglich als Rabatt auf die Stromrechnung angeboten, gibt es kaum Anreize für den lokalen Energiehandel und wenig Grund, eine Änderung des Verhaltens der Haushalte zu erwarten.

Über das Projekt

Das Projekt untersucht diese Frage aus zwei Blickwinkeln. Auf der quantitativen Seite arbeiten wir mit Schweizer Energieversorgern zusammen, um anonymisierte, aggregierte Smart-Meter-Daten aus bestehenden Energiegemeinschaften zu erhalten und zu prüfen, ob sich die Verbrauchsgewohnheiten tatsächlich ändern. Zudem untersuchen wir die derzeit auf dem Schweizer Markt verfügbaren Angebote von Energiegemeinschaften und prüfen, ob deren Preisgestaltung den lokalen Energieaustausch fördert. Auf der qualitativen Seite führen wir Interviews mit Initiatoren und Energieversorgern durch, um zu verstehen, warum Energiegemeinschaften gegründet werden und wie sie umgesetzt werden. Sollten sich die Daten aus realen Gemeinschaften als unzureichend erweisen, analysieren wir alternativ die gut dokumentierte Pilotgemeinschaft in Walenstadt, quantifizieren, was eine solche Gemeinschaft erreichen könnte, und vergleichen dies mit dem, was sie derzeit leistet.

Das Ergebnis wird eine evidenzbasierte Bewertung sein, ob die derzeitigen Energiegemeinschaften in der Schweiz den lokalen Energieaustausch tatsächlich fördern und das Verhalten der Haushalte verändern oder ob ihr Potenzial ungenutzt bleibt. Im Rahmen des Projekts brachte ein Workshop zum Thema Energiepolitik und lokale Elektrizitätsgemeinschaften Forschende, politische Entscheidungsträger*innen, Verteilnetzbetreiber und Gemeindevertreter*innen zusammen. Die Ergebnisse werden Haushalten, Energieversorgern, Gemeinden und politischen Entscheidungsträger*innen frei zugänglich gemacht, um die Gestaltung von Energiegemeinschaften zu unterstützen, die echte Vorteile bieten.

Am Projekt teilnehmen

Im Rahmen des Projekts suchen wir Energieversorger und Verteilnetzbetreiber, die anonymisierte, aggregierte Daten aus intelligenten Stromzählern bestehender Energiegemeinschaften zur Verfügung stellen können. Ebenso sind wir sehr daran interessiert, von den Initiatoren und Koordinatoren von vZEVs und LEGs zu hören – ganz gleich, ob Sie gerade erst überlegen, eine solche Gemeinschaft zu gründen, oder bereits eine betreiben –, um zu verstehen, warum diese Gemeinschaften entstehen und wie sie in der Praxis umgesetzt werden. Ihre Erfahrungen werden uns dabei helfen, zu beurteilen, ob die Energiegemeinschaften in der Schweiz den lokalen Energieaustausch tatsächlich fördern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Nicolas Greber nicolasjoel.greber@uzh.ch.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Pulkit Nahata
Power Systems Laboratory
ETH Zürich

pnahata@ethz.ch

Automatic Control Laboratory, ETH Zürich

The National Centre of Competence in Research «Dependable, ubiquitous automation», NCCR Automation

Power Systems Laboratory, ETH Zürich